Lexikon des Heiligen Landes Futuna

  • Das Heilige Land Futuna von A bis Z


    A
    Akademie von Persuna
    Al-banabi
    Assassinen
    Aufstand von Tobey


    B
    Bibliothek der Weisheit


    C


    D
    Dinar


    E


    F
    Faantir Gried
    Futuna
    Futunische Demografie

    Futunische Geschichte


    G
    Ga'algosh
    Galash
    Geisterkult
    Gilgamesh


    H
    Haus des Einhorns
    Haus des Ibis
    Hüter


    I


    J
    Jaavid Lya Gried


    K
    Konzil von Mehita
    Kymiss


    L


    M
    Makropole
    Mehita


    N
    Navid al-banabi


    O


    P
    Phönixritter
    Prophetin


    Q


    R
    Robert Surcouf


    S
    Saeed Habib
    Sandwurm
    Shah


    T
    Tee
    Tempelkult
    Tiamat
    Timor Altbier
    Totenwald
    Tzaris-Wein


    U


    V
    Vashir


    W
    Wächter
    Wächter des Waldes


    X


    Y
    Yaashur al-banabi


    Z
    Zaina BelHak

    Wächter der Schöpfung


    Futunische Erzähler-ID (Diese ID verkörpert nur NPCs und tritt nie als sie selbst auf)

    3 Mal editiert, zuletzt von Gilgamesh ()

  • Futuna


    Das Shah'in Futuna (Hochfutunisch "Reich des Obersten Herrschers der Edlen") ist eine über zweitausend Jahre bestehende heilige Bürokratie im äußersten Nordosten des nericanischen Kontinents südlich der Straße von Nerica, westlich des Asurik und östlich des Ash'tur-Gebirges. Es grenzt an die mit ihm assoziierten Staaten des Onak und Khotso, sowie an Farnestan. Der moderne futunische Staat entstand um das Jahr 0 durch Zusammenschluss der futunischen Teilreiche auf dem Konzil von Mehita. Im Jahr 2015 brach die Zentralgewalt in Folge einer inneren Krise zusammen. 2017 wurde diese zum größten Teil wiederhergestellt.

    Futuna nimmt auf Grund seiner isolierten geographischen Lage eine Sonderrolle in der Region und auf dem Kontinent ein. Es unterscheidet sich kulturell sehr stark von seinen Nachbarn und ist durch klimatische Begünstigung sowie großer Trinkwasserreserven weit dichter besiedelt.


    Etymologie


    Der Begriff "Futuna" ist eine direkte Ableitung aus "Futun" (Altfutunisch "Edle/r") und ist damit eher eine Bezeichnung des Volkes als des Staates. In Tarawari bedeutet "Fu'tun" dagegen "reich" oder "wohlhabend", da der Großteil der frühen tarawarischen Geschichte in Raubzügen durch die anderen futunischen Reiche bestand.


    Geographie


    Topographie

    Futuna bildet mit den vorgelagerten Inseln, Khotso und Gondwana die Region Nerica-Nordasurik. Futuna selbst bezeichnet diese als Anrainer der Futunischen See, nach dem durch die Inseln begrenzten so bezeichneteten Teil des Asurik.

    Futunas Landschaft wird zu je einem Drittel durch Savanne, tropischen Regenwald und Gebirge eingenommen. Im Wesentlichen trennen die Bewaldungsgrenzen und die Hochlandregionen die Provinzen Tarawa, Hargan und Banaba von den restlichen. Das in der Pforte von Solaman unterbrochene Ash'tur-Gebirge trennt Futuna räumlich vom Onak und von Farnestan. Die Geröllwüste Kani in Banaba bildet eine unscharfe Grenzregion zum südlichen Khotso. Das Girash-Gebirge wiederrum bildet eine natürliche Grenze zwischen Futuna und Khotso.


    Geologie

    Die Gebirge an den Grenzen und innerhalb Futunas sind Ergebnisse tektonischer Verwerfungen, da Futuna am Bruchrand der nericanischen, asurischen und hanar-renzianischen Platten liegt. Alle Inseln in der Futunische See außer Vashir sind vulkanischen Ursprungs. Zu den zeitweise aktiven Vulkanen gehören der Korshal an der Grenze zwischen Banaba und Alegon, die Tha'an in der Futunischen See und der Krater von Nisal im nördlichen Tarawa. Die Küstenlinie ist nur von wenigen natürlichen Buchten unterbrochen und an vielen Stellen zu sumpfig oder zu steil, um einen Zugang zu bieten.

    Das Mahar-Gebirge auf Vashir erreicht nur auf dem Gipfel des Ossir eine Höhe von 2310 m. Hingegen weisen zehn Gipfel des Girash sowie achtzehn des Ash'tur Höhen von über 3000 m auf; die Gipfel des Sihan und des Kala'an im nördlichen Ash'tur gar 4168 m und 4391 m.

    Futuna wird in unregelmäßigen Abständen von Erdbeben erschüttert. Das schwerste in jüngerer Zeit setzte 2013 eine Ölverschmutzung in der Futunischen See durch Erdbruch über einem in der Straße gelegenen Ölfeld aus.


    Klima

    Futuna liegt in einer Übergangszone vom tropischen zum subtropischen Klima. Grob sind Alegon, Solaman, Tarawa und Hargan von tropischen Tagesklima betroffen und Banaba und Vashir vom subtropischen Klima. Die Übergänge sind jedoch fließend. Teile Tarawas gehören durch ihre Hochlage zu den Kalttropen. Die Durchschnittstemperatur beträgt in den tropischen Bereichen zur Regenzeit 30°C, außerhalb davon 23°C. In Tarawa beträgt die Temperatur relativ konstant 26 °C und es kommt täglich zu heftigen Regenfällen von 1500 bis 2000mm. In Solaman, Alegon und Vashir beträgt die Niederschlagsmenge zwischen 1200 und 1400 mm, in Hargan zwischen 1300 und 1600 mm. Banaba bekommt durch seine geschützte Lage zum Teil unter 800 mm.


    Flora und Fauna

    Durch seine geographischen Grenzen ist auch die Pflanzen- und Tierwelt Futunas sehr isoliert geblieben. Im Vergleich zu anderen Tropenwäldern ist der Regenwald von Tarawa wesentlich ärmer an Säugetier- und Vogelarten, besitzt jedoch wesentlich mehr Reptilien- und Amphibienvielfalt. Dies ist vor allem den starken Höhenunterschieden geschuldet und den zahlreichen Sumpfgebiete im Innern. Im Vergleich zu anderen Tropenwaldsystemen besitzt der Nebelwald in Tarawa nur wenige Abflüsse und der Großteil der Feuchtigkeit bleibt erhalten. Der weiche, oft sumpfige Boden bietet kaum Tragfähigkeit für größere Wirbeltiere.

    Der Großteil der nicht erschlossenen Gebiete Futunas wird jedoch durch Feuchtsavanne dominiert. Vom Norden Banabas über Solaman und Hargan bis zu Alegon bedeckt die von Feuchtwiesen und Wasserläufen durchzogenen Gras- und Wurzellandschaft entlang des Galis alle nicht genutzten Gebiete. In seiner natürlichen Form ist das gesamte obere Becken des Galis in Solaman eine riesige Schwemmland- oder Feuchtebene. Diese ist jedoch durch ein Bewässerungssystem stark reguliert, welches die agrikulturelle Grundlage der futunischen Wirtschaft bildet. Der Galis ist einer der wasserreichsten Flüsse der Welt, er führt 180.000 m³/s im Unterlauf. Entlang seiner oftmals verzweigten Flussabschnitte finden sich zahlreiche Galeriewälder. Zu den bekannteren Säugetierarten in diesen Gebieten zählen das Mammut (futunischer Waldelfant), die Schwarzfußgazelle, das Galisflusspferd, das Sumpfwurzelnashorn sowie der Fransenlöwe. Seltener und auch geschützt sind der Blauaugentapir, die Zangengiraffe und der Gähnende Gepard.

    An den Küsten finden sich vor allem in Alegon und Vashir häufig Mangrovenwälder, in denen das Futunische Faultier und der Salzwasserkaiman beheimatet sind. In der Futunischen See wurden bereits Riesenkalmare gesehen. Der bekannteste Anblick ist jedoch der Schnabeldelphin.

    In den Hochebenen Banabas geht die Savanne rasch in Dornstrauchsavanne und Steppe über. Das bekannteste futunische Nutztier, das banabische Kamel, stammt aus diesen Gebieten. Die karge Landschaft wird von Greifvögeln beherrscht, deren größter Vertreter der Rotschnabelgeier ist.

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  • Futunische Demografie


    Nachdem die futunische Bevölkerung mehr als zwei Jahrzehnte lang nur leicht zunahm, wuchs sie in Folge der Krise stark an, da die Unsicherheit über Art und Dauer der Umstände zu einer Orientierung für die Absicherung des eigenen Daseins in Form einer erhöhten Kinderanzahl führte. Gesicherte Zahlen existieren jedoch nur für die Volkszählung 2014, demnach lebten 64,3 Millionen Einwohner in Futuna. Die Fruchtbarkeitsrate lag bei etwa 2,2. Etwa 32.000 gebürtige Futunen lebten dauerhaft außerhalb des Staatsgebietes. Das Durchschnittsalter lag bei etwa 35 Jahren. Die Lebenserwartung lag für Männer bei eta 77 Jahren, für Frauen bei 79 Jahren.

    Auf Grund der Blutgesetze ist der Anteil von Nichtfutunen im futunischen Staatsgebiet stark eingeschränkt. Der Ausländeranteil liegt daher unter 1%. Futuna ist historisch weder Auswander- noch Einwanderland, während der Krise verließen jedoch etwa 450.000 Futunen das Staatsgebiet, um zeitweilig oder dauerhaft im Ausland zu leben.


    Ethnien und Volksgruppen


    Auf Grund der futunischen Blutgesetze und Jahrhunderten der Vermischung ist eine Unterteilung des Staatsvolkes in die ursprünglichen Ethnien nicht mehr möglich. Die Vermischung entstand durch das Aufgehen der eher dunkelhäutigen Tarawari in den wohl aus Renzia oder Antica kommenden hellhäutigen Proto-Futunen. Nach der Gründung des einheitlichen Futunas schwanden die Unterschiede immer weiter, so dass sich nurmehr lokale Traditionen gehalten haben, jedoch keine eigenständigen Volksgruppen.

    Einzige Ausnahme stellt die Stammesgesellschaft in Hargan dar, welche jedoch von einer durch die eingedrungen Proto-Futunen Enklave der Tarawari in den Sümpfen und Mangrovenwäldern der Provinz abstammen und dadurch weitgehend isoliert wurden. Sie werden nach den Blutgesetzen ebenfalls als Futunen bezeichnet, besitzen jedoch die wesentlich dunklere Haut der ursprünglich einheimischen Ethnie.

    Diese Stammesgruppen machen jedoch nur ca. 300.000 Menschen aus, so dass sie selbst in der fraglichen Provinz eine Minderheit darstellen. Alle restlichen Futunen gehören der modernen Mischethnie an, die sich durch leicht dunklere Haut, zum Teil mit einem matten Schimmer auszeichnet. Hellere Hauttöne können jedoch ebenso auftreten.


    Sprachen und Dialekte


    Das moderne Hochfutunisch ist eine im frühen 20. Jahrhundert bereinigte Sprachverknüpfung aus Altfutunisch (der Sprache des Alegonischen Weltreiches und Solamans), den Jagdsprachen der Banaben sowie des Tarawari. Altfutunisch ist der älteste eigenständige Zweig der indogermanischen Sprachfamilie und wohl aus der Abbiegung der Volkswanderung über die Futunische See nach Futuna entstanden. Die banabischen Jagdsprachen sind ein Erbe des Futunischen Großreiches (2. bis 8. Jahrhundert) und haben Lehnworte aus den Sprachen der muslimischen Gegner. Tarawari ist für zahlreiche ungewöhnliche Sprachformen ursächlich, etwa für Namen wie Asi'ir oder Kina'an oder die generelle Geschlechtslosigkeit futunischer Substantive (z.B. Arsham "Kriegsmeister", futunischer Begriff für General).

    Regional existieren in Tarawa und Alegon noch eigene Mundarten, wobei Alegonisch eine Kurzsprache ist, deren Zweck ursprünglich in der Verschleierung gegenüber ausländischen Handelspartnern bestand. Im Vergleich zu anderen Sprachen wurde sie bewusst künstlich geschaffen. Die meisten Tarawari-Dialekte der Stämme in Hargan sind für Futunen verständlich; dies trifft jedoch nicht für alle zu. Es gibt etwa 23 verschiedene Stammessprachen.

    Altfutunisch ist mit der Sprache im Onak so weit verwandt, dass sich die modernen Sprecher weitgehend unterhalten, auch wenn letztere durch die Sprachen der muslimischen Eroberer stärker beeinflusst wurde.


    Religionen


    Futuna besitzt eine aus zwei verschiedenen Religionen konstruierte Staatsreligion. Nur diesen Religionen ist nach den Blutgesetze die uneingeschränkte Ausübung und Praktizierung gestattet. Atheismus wird toleriert, andere Religionen diskrimiert oder aktiv kriminalisiert. Die öffentliche Ausübung einer anderen Religion kann zu Freiheitsstrafen führen, Missionierung führt stets zur Ausweisung aus dem Staatsgebiet.

    Der Geisterkult (futunisch Ta'am, "Geschenk") stellt eine überlieferte Glaubensvorstellung dar, nach der Ahnen und Schöpfungsgeister über die Menschen wachen. Praktizierende Anhänger sehen keine Probleme mit anderen Glaubensvorstellungen, solange diese nicht ihre eigenen Vorstellungen diskrimieren. Toleranz, Güte und gegenseitige Hilfe sind die zentralen Dogmen. Der Geisterkult ist vor allem bei den Stämmen und in Tarawa verbreitet, stellt mit etwa 19 Millionen Anhängern jedoch nur eine Minderheit dar. Der Geisterkult besitzt nur mündliche Überlieferung und keine Bindung an Priester und bestimmte Bräuche jenseits der zentralen Themen.

    Der Tempelkult (futunisch Mahat, "Recht") ist eine streng kodifizierte Schriftreligion mit einer Hierarchie, an deren Spitze die Mahdia steht. Die Anhänger des Tempelkultes streben nach einem Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos, auf dass sie nach ihrem Tode die Brücke des Urteils unbeschadet überqueren können. Der Tempelkult ist die führende Kraft zur strengen Auslegung und Umsetzung der Blutgesetze. In Solaman folgt man diesen Vorgaben am strengsten. Die Religion hat etwa 43 Millionen Anhänger.

    Beide Religionen propagieren eine unbeschränkte Verehrung des Lebens und der menschlichen Würde (für den Tempelkult nur im Rahmen der Blutgesetze). Entgegen dieser Vorgaben gibt es einige Sekten, die in der Regel jedoch harmlos sind. Eine Ausnahme stellt die Bewegung Totenwald (Sakiselva) dar, welche durch Terrorismus und Morde ihre Vision vom Tod allen Lebens umzusetzen will. Die Zugehörigkeit zu dieser radikalen Gruppe schwankt sehr, liegt jedoch bei bis zu etwa 2400 Personen.

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  • Futunische Geschichte


    Vorzeit


    Auch wenn das Gebiet Futunas bereits vor der Zeit des Altertums besiedelt war, wie archäologische Ausgrabungen beweisen, die bis zum Neolithikum zurückdatieren können, so beginnt die Geschichtschreibung mit der Einwanderung der Altfutunen im vierten Jahrtausend vor der Zeitrechnung. Bereits am Ende dieses Jahrtausends gibt es die ersten Stadtsiedlungen, auch wenn keine davon mehr als Ruinen hinterlassen hat. Die erste Reichsgründung auf futunischen Boden ist das Shaikhan Banaba (Herrschaft des Banabi) durch die Phönixdynastie der al-banabi (aus dem Feuer). Das Shaikhan Banaba hat bis zur Gründung des Shah'in Futuna Bestand, kann jedoch in den vielen Jahrtausenden durch karge Böden und den Mangel an frischen Wasser nur wenig Einfluss auf die futunische Geschichte nehmen. Die wichtigste Errungenschaft ist die Erfindung der Schrift und des Geldes, welche die Grundlagen für die Beständigkeit legen.

    Größere Wechseldynamiken entfalten sich zwischen den Städten am oberen Galis, da der Unterlauf ein riesiges Schwemmland ist und wenige Plätze zur Besiedelung bietet. Das etwa am Wechsel vom dritten zum zweiten Jahrtausend vor unserer Zeit gegründete Goman ist die älteste dauerhaft besiedelte und erhaltene Stadt Futunas. Die einzig andere noch bestehende Stadt aus dieser Zeitperiode ist Tatakoto, ursprünglich Tarakotar. Durch die bewaffneten Konflikte zerstört oder unterwirft Goman eine Vielzahl verfeindeter Städte. Diesen gegenüber hat Goman einen Lagevorteil, da es auf der Südseite des Galisschwemmlaufs vor Plünderern aus Tarawa geschützt ist.

    Um 1400 vor der Zeitrechnung dringt Arsham (Kriegsmeister) La'ari Onei mit den unter ihm vereinigten Stämmen weit nach Solaman vor und zerschlägt die Vorherrschaft Gomans, plündert und brandschatzt den Großteil der solamanischen Städte. Zwar bleibt Goman unangreifbar, der Verlust an Handel und Austausch führt jedoch zu einem Niedergang und etwa zwei Jahrhunderte später ist nur ein Viertel des ursprünglichen Stadtgebietes besiedelt. Dieser Niedergang gilt als Übergang von Altertum zur Antike.


    Antike


    Bestimmende Macht in der futunischen Antike ist das Alegonische Weltreich, ca. 1200-472 vor unserer Zeit. Diese Spanne ist noch einmal in drei Phasen zu unterteilen. Die erste Phase stellt die Gründung des Tempelkultes und dessen Unterwerfung der anderen futunischen Reiche außer Tarawa von Persuna aus dar. Diese Eroberungen sind etwa um 1000 vor unserer Zeit herum abgeschlossen. Auf Grund der mangelnden Möglichkeiten direkter Beherrschung wandelt Shaikh Askal 993 vor unserer Zeit diese Herrschaft in eine Hegemonie um. Die nachfolgende Friedenszeit zwischen den futunischen Reichen zeichnet sich vor allem durch kollektive Abwehr tarawarischer Einfälle aus. 962 verlegt der Tempelkult unter Mahdia Gharima den Sitz nach Goman als nominelles Zentrum der futunischen Reiche, wo er dann bis zum heutigen Tag bleibt. Damit spielt der Tempelkult in der Folgezeit nur eine geringe Rolle im Alegonischen Reich.

    Die folgenden drei Jahrhunderte werden als Goldenes Zeitalter des Alegonischen Weltreiches bezeichnet. Shaikh und Priesterschaft werden auf zeremonielle Funktionen begrenzt und die Handelhäuser übernehmen die Kontrolle. Das Alegonische Weltreich ist durch Fortschritte im Seehandel und in der Navigation in der Lage, Handel von Chinopien bis nach Antica zu schaffen und zu beherrschen. Zu den größten Leistungen gehören die Überfahrt nach Aurora im achten Jahrhundert und die Umsegelung des nericanischen Kontinents im siebten, doch beide Expeditionen gelten als geldverschwendende Fehlschläge, da sie zu keinen wertvollen Handelskontakten führen. Das höchste Gut im Alegonischen Weltreich sind neue Handelskontakte und exotische Waren, militärische Beherrschung oder Eroberung sind als zu kostspielig angesehen.

    Zwischen dem sechsten und dem fünften Jahrhundert beginnt der Abstieg des Alegonischen Weltreiches. Eine Fieberepidemie verwüstet die Handelsstationen in Nordnerica und trifft schließlich das gesamte Alegonische Weltreich. Persuna, damals mit fast 800.000 Einwohner größte Stadt der antiken Welt, verliert fast 70% seiner Einwohnerschaft. Der Rest der futunischen Reiche wird ebenfalls geschwächt. Durch den Zusammenbruch des Handels erlangen die Shaikhs ihre Macht zurück, können den Niedergang jedoch nicht aufhalten. 472 zieht Shaikh Nahir die Konsequenzen und erklärt Hegemonie und Weltreich für beendet. Sein Reich ist damit lediglich als Alegon und Vashir bekannt.

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    Futunische Erzähler-ID (Diese ID verkörpert nur NPCs und tritt nie als sie selbst auf)