Grenze zu al-Bathía

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    Quelle: Procopius/Wikipedia / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa 3.0


    Der Onak grenzt im Westen an die Provinz Niniveh der Demokratischen Republik al-Bathía. Über den Grenzfluss hat sich in den vergangenen Jahren ein reger Schmuggel entwickelt. Die lokalen Autoritäten al-Bathías sind nicht in der Lage, ihn zu unterbinden. Man munkelt, sie ließen ihn stillschweigend geschehen oder profitierten sogar selbst davon.


    Da der Onak auch nicht gerade für seinen Enthusiasmus in Sachen Verwaltung und Durchgreifen bekannt ist - und sich auch der ein oder andere damit seinen Lebensunterhalt verdient -, passiert auch im Onak nichts, um diesen Handel zu unterbinden. Die neue futunische Verwaltung hat sich gerade erst in Khorzim eingerichtet und den dortigen Palast notdürftig in Stand gesetzt, um den Fürsten und seine Berater zu beherbergen und mit Sicherheit keinen Einblick oder gar die Mittel, etwas an der Situation zu ändern. Noch dazu liegt Khorzim weit entfernt.


    In der nächstgrößeren Stadt, Talka an'nadschaf, freut man sich durchaus darüber, die in den Höhen des Nadschaf geförderten Erze - Eisen, Nickel und Zinn - sogar an irgendjemanden los zu werden. Auf Grund der maroden Infrastruktur und Förderung könnten die Förderprodukte auf dem internationalen Markt sowieso nicht mithalten.

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  • Wenn jemand die Grenze beobachtet hätte, hätte er am 14. Dezember 2016 vielleicht das kleine Schmugglerboot bemerkt, das zum wiederholten Mal über den Fluss setzt.


    Ende des Monats schippert eine kleine Hochseeyacht den Fluss hinauf. Die Passagiere erkundigen sich nach lokalen Warlords, einflussreichen Stämmen, Milizen und alten Erdöl- und -gasförderanlagen. Sie zeigen sich dabei nicht besonders knauserig (allerdings auch nicht zu spendabel) und lassen außerdem von Zeit zu Zeit einen unbemannten Ultraleichtflieger starten.


    Das Fluggerät erregt schon einiges Aufsehen, genauso die Fragen nach Öl und Gas. Es gab einmal das Gerücht über Gasvorkommen südlich der Berge, aber nachdem verschiedene Konsortien nie etwas Brauchbares fanden, zogen sie ab. Öl ist nur in geringem Maße vorhanden, wobei in der Straße von Nerica ein Feld liegen soll, bei dem niemand weiß, wem es nun eigentlich gehört, da alle Anrainer Anteile daran haben/hätten.


    Am meisten zu sagen haben die korrupte Bürgermeisterin von Talka an'nadschaf, Geneis Mezef, die jene Stadt als Familienunternehmen führt und eine eigene Söldnertruppe unterhält, die Stammesführer der Gusen am Fluß, welche die gesamte Grenze kontrollieren und größtenteils von diesem Handel und der Viehzucht leben sowie ein alter Söldnerführer in den Bergen, dessen Namen niemand kennt und den man nur "Schatten Shaitans" nennt. In verschiedenen Kriegen trat er als brutaler Söldner auf und ist bekannt für Plünderung, Raub, Menschenhandel und Sklaverei.


    Sofern sich unter den städtischen Familienunternehmen kein Unternehmen mit Explorationsausrüstung befindet, suchen die Herrschaften auf der Yacht am ehesten Kontakt zu den Gusen, da diese am meisten Einfluss am Fluss haben. Daher erkundigt man sich auf einem Basar nach deren Stammesführern und Weltanschauungen.


    Dort erfährt man, dass diese recht unterschiedlich sind. So ist der Führer Aday, welcher nördlich der Berge bis zur Küste die zentrale Figur darstellt, ein alter Greis, der fast neunzig Jahre alt ist und sehr konservative Einstellungen besitzt; zu diesen gehört ein fester Ehrenkodex, eine latente Fremdenfeindlichkeit sowie ein tiefer Glaube an die islamische Volksreligion abseits der Buchgelehrsamkeit. Südlich davon im Land zwischen den Bergen bahnt sich ein blutiger Stammeskrieg an, da hier Nison und Sibat um die Nachfolge ihres Vaters kämpfen. Nison ist als der ältere der offensichtliche Erbe, jedoch in den Augen vieler ein lasterhafter Mann, der ein halbes Dutzend Bastardkinder gezeugt hat und den Kräutern zu sehr zuspricht, während Sibat ein Problem mit der Ausübung von Autorität hat und als tyrannisch verschrien ist, weshalb ihm auch nicht jeder folgen würde. Die Stammesführer im Süden sind zu zahlreich, da es hier keine klaren Anführer gibt, sondern die Alten die Zügel in der Hand halten.


    Die Ausländer halten später am Abend ein kleines Meeting ab, jedoch ohne eine wirkliche Idee. Auch die Möglichkeit, einen Stammesführer zu unterstützen und groß zu machen, wird aufgrund der Ausgangslage und zu wenig Kenntnissen erst einmal verworfen. Zwei der Ausländer mieten sich am nächsten Tag ein Auto und fahren nach Talka an'nadschaf, wo sie versuchen, ein Gespräch mit der Bürgermeisterin zu arrangieren.


    Wie die meisten Fremden werden sie misstrauisch beäugt, auch wenn das Auto mit Sicherheit kein Grund ist, aufmerksam zu werden, da es wie alle zu vermietenden Gefährte veraltet und notdürftig repariert ist. So gelangen sie an einen fetten, älteren Herren, der sie aus wässrigen Augen so anstarrt, als würden sie ihm seine siebte Mahlzeit am Tag vorenthalten, während ein paar narbengesichtige Männer im Hintergrund misstrauisch Gewehre umklammern.


    Die Ausländer, die zwar nicht wie Fastfood- oder Ziegenbratenvertreter aussehen, wenden sich an den fetten Herrn mit den wässrigen Augen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Gilgamesh ()

  • Am 10. Januar überquerte Salah ibn al-Ali dankt einige "Kontakte" die Grenze zum Onak und sucht dort Unterschlupf bei sunnitischen Gleichgesinnten.

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