• Khorzim ist die einzige Stadt, die durch die Jahrhunderte hinweg ihren Namen behalten hat. Hier machte sich im Januar 2017 der futunische Fürst Afaslizo al-banabi an den Aufbau einer neuen Verwaltung. Bedauerlicherweise für ihn war er gezwungen, vor allem auf futunische Beamte zurückzugreifen, da es die Oner mit der Moral und Unbestechlichkeit, die der Fürst sich wünscht, nicht sehr genau nehmen. Ihm würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als einen völlig neuen Beamtenapperat aufzubauen, da der alte eine korrupte und unkontrollierbare Seilschaft ist.


    Bei der ersten Einweisung für die neuen Beamten wurde ihnen beigebracht, was es mit der Verantwortung auf sich hat: "Verantwortung ist, im Gegensatz zu dem, was sehr viele glauben, nicht einigen wenigen überlassen. Sie ist allen Menschen gegeben, denn es wird von uns erwartet, dass wir uns verantwortungsvoll verhalten und wir erwarten dies auch von anderen. Es gibt eine Eigenverantwortung und die für andere. Sie stellt eine Grundlage für Zusammenarbeit oder auch nur Interaktion dar. Menschen sollen berechenbar, verständlich bleiben. Dies erreichen Menschen durch Verantwortung. Es handelt sich hierbei nicht nur um ein abstraktes Konstrukt, sondern um eine erlernte Fähigkeit, die menschlicher Gesellschaft effiziente Wege offenhält. Bedauerlicherweise gibt es Menschen, denen die Verantwortung für sich selbst und für andere eher unvollständig beigebracht wurde. Sie verraten die Grundlage gesellschaftlicher Effizienz, weil sie ein kurzfristiges Ziel, das meistens auf Gier oder Bequemlichkeit beruht, einem langfristigen, also einem, das für sie und die Menschen, die ihnen etwas bedeuten, vorziehen. Wer Verantwortung begreift, dem ist auch die Kontrolle über das Zusammenleben von Menschen zu gewähren, denn jene, welche auf kurzfristige Ziele hinarbeiten, sind nicht in der Lage, Kontrolle zu begreifen. Kontrolle ist ein aktiver Ausdruck von Verantwortung und wer Verantwortung nur unzureichend versteht und besitzt, der wird auch Kontrolle nur falsch ausüben..."

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  • Am 14. Januar 2017 taucht Salah ibn al-Ali in einer sunnitischen Hinterhofmoschee in Khorzim unter. Angesichts der Tatsache, das sämtliche futunischen Ressourcen im Onak allein in Khorzim konzentriert sind, verzeichnen die Hüter diese Tatsache und verfassen entsprechende Berichte, eine weitere Reaktion erfolgt jedoch nicht.


    Salah bemüht sich um Kontakt zu Sunniten in Farnestan. Alles muss verdeckt geschehen, da die futunische Verwaltung des Onak kein Misstrauen schöpfen soll. Da diese weiß, wer wo ist, macht sich die Verwaltung keine Sorgen. Trauen tut man hier eh keinem.


    Am 19. Januar reist ein Kundschafter in Richtung Farnestan. Am 13. Juli setzen sich Salah und zwei Mitstreiter in ein altes Auto lokaler Bauart und fahren in Richtung der farnestanischen Grenze. Da solche Bewegungen nicht überwacht werden - schließlich ist die futunische Verwaltung des Onaks sowieso ein finanzieller Verwaltungshorizont - wird einem auf dem Weg wenig auffallen, sieht man einmal von verhungerten Geiern in den Hochebenen ab. Die Straßen sind in keinem guten Zustand, aber auf den Hauptwegen gibt es immer notdürftige Verbesserungen. Schließlich hat man die Wahl zum Übergang nach Farnestan entweder im Westen nahe al-Bathía oder über eine der drei Straßen in den Hochebenen. Man könnte natürlich auch irgendwo im Niemandsland dazwischen die Grenze überqueren, aber ohne einheimischen Führer wäre das Selbstmord. Eine Überwachung der Grenzen wird von unterbezahlten einheimischen Milizen übernommen, die lieber im Schatten sitzen und sauren Saft trinken und würfeln, statt den Verkehr zu kontrollieren.

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