Hügelstadt Büffelfurt

  • Auf einem Hochplateau am Grossen Krokodilsfluss liegt Büffelfurt, eine Kleinstadt des Schwarzen Hahns, bestehend aus sieben Hügelstädten mit zusammen rund 28.000 Einwohnern. Um die zentrale Hügelstadt Büffelfurt-1 liegen kreisförmig die sechs Hügelstädte Büffelfurt-2 bis 7. Vom Kirchturm von BF-1, dem höchsten Gebäude, aus sieht man kilometerweit in die Savanne und natürlich auf die Furt über den Fluss.


    Die Stadt liegt inmitten der Wildnis und ist mit der Zivilisation über die Mittlere Magistrale, eine eingleisige Eisenbahnlinie, die von der Grossstadt Münzenburg in der Metropolregion im Westen durch die ganze Frontier bis nach Ostburg ganz im Osten am Rand der Mondberge führt. Neben der Eisenbahntrasse verläuft eine einspurige asphaltierte Strasse. Eisenbahnzüge sieht man allerdings selten und noch viel seltener verlieren sich Autos in diese Gegend.

    Erzähl-ID des Schwarzen Hahns

    Einmal editiert, zuletzt von Die Buschtrommel () aus folgendem Grund: Anpassung an neue geographische Bezeichnungen aufgrund neuerstellter Karte.

  • Wenn das Fahrzeug weiterfährt, wird es vor dem grossen Stadtgraben stoppen müssen, welcher die Stadt von der Wildnis abtrennt. Eine Zufahrt in die Stadt ist nur über eine Zugbrücke möglich, die nur bei Bedarf heruntergelassen wird. Es wäre viel zu gefährlich, die Brücke dauernd über dem Graben zu lassen; nicht auszudenken, wenn ein wütender Elefant das Tor einrennen würde. Alternativ kann die Stadt natürlich auf der Nationalstrasse Nr. 12 auch umfahren werden.


    Auf der Wildnisseite der Brücke hat es einen kleinen Brückenturm, wo sich Besucher beim Brückenwärter anmelden können.

  • Das Fahrzeug bremst ab und stoppt vor dem großen Graben. Die Fahrertür öffnet sich und ein Mann in khakifarbener Outdoor-Kleidung tritt heraus. Der Mann, der Anfang oder Mitte 50 sein mag, sieht sich um und geht dann langsam auf den Brückenturm zu.

  • Beim Brückenturm öffnet sich eine Türe und ein junger Soldat in Khakiuniform tritt ins Freie auf den Fahrer zu.



    Guten Tag, ich bin Korporal Marca, Brückenwache Büffelfurt. Wünschen Sie Zutritt zur Stadt? Sie wurden mir nicht angemeldet.

  • Der Korporal macht einen erstaunten Eindruck.



    Keine Ahnung, ob der Zwölferrat aktuell überhaupt zusammentritt, Mister Burton, aber ohne Empfehlung eines ranghohen Mitglieds des Schwarzen Hahns bekommen Sie dort keine Audienz. Soll ich Sie zum Vogt dieser Stadt führen? Oberst von Elgger ist auch Kommandeur des Linieninfanterieregiments Nr. 7 „Rapax“ und ein hoch dekorierter Veteran des Stralienfeldzugs. Vielleicht kann er Ihnen eine Audienz beim Zwölferrat verschaffen. Soll ich Sie anmelden, Mister?

  • Der Korporal nickt kurz, nimmt dann ein Telefon aus seiner Gürteltasche und führt ein kurzes Gespräch. Nach wenigen Minuten wird ein schmaler Fussgängersteg links der grossen Zugbrücke heruntergelassen. Der Korporal spricht kurz mit dem zweiten Mann der Brückenwache und wendet sich dann wieder an den Gast.



    Mister Barton, ich werde Sie zu Oberst von Elgger begleiten. Wir gehen über den Fussgängersteg. Ihr Fahrzeug muss draussen bleiben, ebenso allfällige Waffen. Bitte deponieren Sie diese im Auto und folgen mir dann.

  • Burton...


    ... murmelt Burton tadelnd. Dann nimmt er seine Pistole und deponiert sie im Handschuhfach des Geländewagens, bevor er dem Wärter zu dem Steg folgt.

  • Der Korporal geht mit dem Grosswildjäger über den Fussgängersteg und durch ein kleines Tor ins Innere der Stadt. Dort nimmt der Korporal ein kleines Elektrofahrzeug und fährt mit seinem Gast zuerst rund 500 m durch eine Gartenlandschaft. Dann kommen sie in die eigentliche Stadt. Die Gartenstrasse, auf die sie jetzt einschwenken, ist von buntem Leben und Geschäftigkeit erfüllt. Unter Arkaden reiht sich Schaufenster an Schaufenster, Laden an Laden. Auf einem kleinen Platz mit einer efeuumrankten Laterne halten Marktfrauen frisches Gemüse, Früchte und Blumen feil, aus einer Bäckerei dringt ein angenehmer Duft und überhaupt könnte der Kontrast zur Savanne nicht grösser sein.


    Der Korporal stellt das Fahrzeug ab und meint, dass sie den Weg nun zu fuss fortsetzen müssen; die Strassen gehören in den Hügelstädten den Menschen, nicht den Autos. Die zwei folgen nicht der sich spiralförmig um die Stadt windenden Strasse, sondern nehmen schmale Treppengässchen, um auf die vierte und oberste Häuserreihe zu gelangen.


    Die oberste Häuserreihe nennen wir auch die Burg. Die industriellen Arbeitsplätze sind übrigens im Innern des Hügels.Wir sind gleich beim Vogt dieser Stadt, Herrn Oberst von Elgger.


    Der Korporal läutet bei einem stattlichen Haus, tritt ein und meldet dem Uniformierten im Vorzimmer den Gast an.


    Mister Burton für den Herrn Oberst!

  • Erwartet im Salon des Vogteihauses den Gast. Soll sich um einen stattlichen Kerl handeln, wurde ihm gesagt. Mal sehen, wer da den Weg nach Büffelfurt gefunden hat.

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt

  • Die Ordonnanz des Herrn Oberst - nachdem sie kurz in einem Zimmer verschwunden ist - tritt an den Korporal und Mr. Burton ...



    Der Herr Oberst und seine Frau lassen bitten!


    ... und geleitet die beiden in den Salon.



    Madame, Herr Oberst! Mister Burton!

  • Sieht sich bei der Fahrt und dem Gang durch die Stadt alles ganz genau an und dankt schließlich dem Brückenwärter fürs Geleit, bevor er den Salon betritt.


    Guten Tag, gnädige Frau ... Herr Oberst! Herzlichen Dank für Ihre Zeit.

  • Seien Sie ebenfalls gegrüsst. Setzen wir uns doch an den Kartentisch. Was führt Sie in diese Wildnis, Mr. Burton?

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt

  • Gerne.

    Ich vertrete eine Vereinigung freischaffender Militärdienstleister: die Schakal-Einheit. Vielleicht haben Sie von uns gehört? Wir waren in den letzten Jahren auf diversen Kriegsschauplätzen in Nerica im Einsatz, insbesondere in al-Bathía.

  • Bedaure. Erzählen Sie mir mehr über diese Schakaleinheit. Wie stark ist sie. Über welche Ausrüstung verfügt sie? Kann man in al-Bathía Geld und Ruhm holen? Ich dachte, dort gibt es nur Sand und Geröll.

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt

  • Wir sind etwa 50 Mann. Zu Hoch-Zeiten waren wir 100. Spezialeinsätze hinter der Front waren unsere Spezialität. 2012 haben wir während der Schlacht von al-Furatain einen bathanischen General und seinen Stab aus der Gewalt der Kuschiten befreit. Anders als die bathanischen Amateure, die immer neue Angriffswellen – meist Infanterie unterstützt von Artillerie – in die Schlacht geworfen haben, haben wir auf Satellitenaufnahmen und digitales Equipment gesetzt.

    Leider neigt sich der Bürgerkrieg in al-Bathía seit der Versöhnungskonferenz in San Bernardo dem Ende zu. Und damit auch die Zeit unserer Einsätze. Einige unserer Angehörigen kehrten in ihre Heimat zurück oder gingen als Berater zur Konkurrenz. Der harte Kern aber will im Geschäft bleiben. Familie und Häuschen im Grünen ist nichts für uns. Daher war unsere Überlegung, dass wir uns mit unserer Ausrüstung und unserem Fachwissen in den Dienst des Schwarzen Hahns stellen. Sie haben hier etwas aufgebaut, was unseren höchsten Respekt verdient. Außerdem werden Militärdienstleister hier nicht so schief angeschaut wie andernorts. Deshalb bin ich hier.

  • Hat interessiert zugehört.



    Oh, hier wird Sie definitiv niemand schief ansehen. Der Schwarze Hahn mag gute Soldaten, egal ob auf unserer Seite oder der Gegenseite.


    Ich sehe, die Schakale sind eine Kommandoeinheit. Sowas hat der Schwarze Hahn nicht. Früher waren wir auf Raubzüge spezialisiert, dann auf Aufstandsbekämpfung. Seit dem missglückten Stralienfeldzug sind wir nicht mehr militärisch tätig geworden. Auch wir setzen mehr auf Infanterie und Artillerie und haben eine bescheidene Luftwaffe mit ein paar Propellerflugzeugen und Hubschraubern. Haben Sie Zugriff auf Satelliten? Das wäre ja sehr gut.


    Ich wüsste nicht, wo der Schwarze Hahn derzeit eine Kommandoeinheit einsetzen könnte. Oder kennen Sie irgendwelche lohnende Ziele? al-Bathía vielleicht? Gibt es dort etwas zu holen? Hat das Land mächtige Verbündete, die uns in die Quere kommen könnten, so wie damals in Geelong die Astorianer? Das wäre schlecht.

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt