Rastowin International Airport (RIA)

  • Wir kommen in die Zielgeraden. Wenn es losgeht, bleiben Sie immer in meiner Nähe, Mister Burton, dann sind Sie sicher. Nicht dass Sie noch irrtümlich erschossen werden. Haben Sie eine Waffe dabei?

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt

  • Gut.


    Wendet sich dann ab und wechselt ein paar Worte mit dem Kommandeur des Bataillons und dem Führer der Sturmkompanie, welche als erstes die Maschine verlassen wird und den Tower stürmen sowie allfällige Wachtposten erledigen soll.

    Oberst des Schwarzen Hahns

    Kommandeur des Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterieregiments Nr. 7 „Rapax“

    Träger des Honoris Crux für seinen Einsatz auf Aotea, Provinz Geelong, Stralien

    Vogt der Hügelstadt Büffelfurt

  • Während der Bengali-Operation kommen ständig Transportflugzeuge mit erbeuteten Menschen und Sachwerten aus Tarkin City auf dem Flughafen an. Die Personen werden mit ihrem Gepäck zum Hauptbahnhof gebracht und in Personenwaggons verladen, welche in gemächlichem Tempo nach Osten fahren, durch eine menschenleere Savanne. Wie es mit ihnen weitergehen wird, werden sie am Ziel erfahren. Nur soviel: es erwartet sie eine bessere Zukunft. Ausserdem sollte es niemandem in den Sinn kommen, aus dem Zug zu springen; die Überlebenschancen in der Savanne für auf sich allein gestellte Menschen tendieren gegen null und für die Hyänen und Löwen wären sie eine einfache Beute. Natürlich gibt es Leute, welche die Warnungen in den Wind schiessen und es trotzdem versuchen, doch von denen hat niemand mehr etwas gehört.


    Das Ziel soll eine „Hügelstadt Büffelfurt“ sein, weit im Osten mitten in der riesigen Weite der Savanne. Dorthin tuckern mit 40 km/h die langen Züge mit den Bewohnern von Tarkin City.

  • Steenbreker kehrt nach vielen Jahren im Ausland wieder in seine alte Heimat zurück. Nach der Ankunft meldet er sich am Einreiseschalter.


    Goeie dag, bonjur, good afternoon, juten tach oder wie sagt man derzeit hier? Ich wollte mich gern wieder im Lande zurückmelden. Was brauchen Sie denn für Infos über mich?

  • Steenbreker wird kurz vom Schalterbeamten - der mit dem Fuss unauffällig einen Knopf drückt - hingehalten. Dann tippt ihm ein Mann mit schwarzem Mantel und Hut von hinten freundlich auf die Schulter.


    Bonjour Monsieur. Ein Kauderwelsch sagt man heute hier. Jeder redet wie er will und jeder versteht jeden. Oberstleutnant von Griessach mein Name, Abteilung Auslandaufklärung des Generalstabes. Ich würde gerne ein paar Worte mit Ihnen wechseln. Haben Sie kurz Zeit, Herr Steenbreker?


    Die Frage ist natürlich rhetorisch gemeint. Niemand mit Verstand würde es im Einflussbereich des Schwarzen Hahns wagen, einem Geheimdienstoffizier eine Bitte abzuschlagen. Griessach führt Steenbreker in ein Zimmer neben dem Einreiseschalter und bietet ihm einen Stuhl an.

    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung

  • Steenbreker zuckt gleichgültig mit den Schultern. Er hat sich schon zu oft auf der Welt in solchen Situationen wiedergefunden um noch erstaunt zu sein. Dann folgt er dem Oberstleutnant in den Nachbarraum, wo er sich auf den angebotenen Stuhl platziert.


    Und? Was gibt's zu besprechen?

  • Ist über das Selbstvertrauen von Steenbreker wenig überrascht. Offenbar ein Schwarzhahnist von altem Schrot und Korn. Sieht schon so aus. Hat vermutlich auch gute Beziehungen nach oben, sonst würde er sich kein so forsches Auftreten erlauben. Also Vorsicht.


    Pardon für die Umstände, Monsieur Steenbreker. Nur ein paar Fragen. Sie wissen sicher, dass ich Sie nach ihrem letzten Aufenthalt fragen muss. Haben Sie Beziehungen zu Kommunisten, Futunen oder Einwohnern des Kaiserreichs Dreibürgen gepflegt? Verfügen Sie über Kontakte zu Wissenschaftlern, welche eine Atombombe bauen oder In-vitro-Fleisch herstellen können?


    Dieses Gespräch, Monsieur Steenbreker, hat nie stattgefunden und egal wie gut Ihre Beziehungen nach oben sein sollten - als Schwarzhahnist wissen Sie, was mit Leuten geschieht, die sich nicht an die geschriebenen oder ungeschriebenen Regeln des Schwarzen Hahns halten.

    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung

  • kann sich, ob der letzten Bemerkung seines Gegenübers ein Schmunzeln nicht verkneifen


    Guter Mann, ich weiß, dass Sie auch nur Ihre Pflicht tun, und dies im übrigen auch gut und richtig machen. Ich habe auf der Welt schon unzählige solcher Fragereien über mich ergehen lassen dürfen. Sie brauchen sich also nicht zu entschuldigen und sollten dies auch nicht tun.


    Wo ich letztens war? Ich glaube nicht, dass ich Ihnen das sagen möchte. Was ich Ihnen versichern kann, ist dass ich weder Kontakt mit Kommis oder Futuna-Terroristen noch mit den Trimontanisten hatte. Es sei denn, die sind mir unerkannt vor der Flinte herumgerannt. Aber das wäre ein sehr einseitiger und recht kurzer Kontakt gewesen. Und Atomwissenschaftler gehörten ebenfalls nicht zu der Klientel, mit denen ich mich abgegeben habe. Na und Infiniti-Fleischhersteller, oder wie Sie die nennen, kenne ich auch nicht, obwohl ich ein gutes Stück Fleisch, möglicht über offenem Feuer gegrillt, sehr zu schätzen weiß.


    Also ich gehe mal davon aus, dass Sie mit meinen Auskünften zufrieden sind. Oder haben Sie noch weitere von diesen etwas lächerlich wirkenden Fragen?

  • Schon blinkt wieder die Lampe im Zimmer, was bedeutet, dass der Schalterbeamte den Knopf gedrückt hat. Griessach schaut auf den Bildschirm der Überwachungskamera und erblickt am Schalter eine massige Gestalt in Generalsuniform und geht hinaus.


    Herr General, welch Überraschung! Ihr Kommen wurde uns gar nicht gemeldet, sonst hätten wir natürlich eine Ehrenkompanie mit Musikzug bereitgestellt.

    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung

  • Wohl wahr, Herr General. Der dreibürgische Imperialismus und der Machthunger weiterer plutokratischen Staaten ist uns wohlbekannt. Widerlich, wie sie ihre Krallen nach unserem schönen Nerica ausstrecken und uns friedliebende Völker zu unterjochen und unsere Bodenschätze zu stehlen wünschen.


    Womit kann der Schwarze Hahn dem Herrn General zu Diensten sein?

    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung

  • Es ist eine Schande in welchem Zustand Nerica ist, da kann ich Ihnen nur zustimmen, Sir.

    Ich bin im Auftrag der West Nerican Defense Forces hier um militärisches Wissen auszutauschen und militärische Beziehungen aufzubauen. Wer weiß, vielleicht ist es wahr was man sich in Nerica über den Hahn erzählt und wir könnten sogar langfristige Geschäft anbahnen.


    Die Defense Forces hoffen darauf, dass der Hahn wohlwollend auf diese Bitten eingeht und es zu einer Kooperation in militärischen Dingen kommt.

  • Der Schwarze Hahn verfügt für die strategische, operative, taktische und gefechtstechnische Ausbildung seines Militärkaders über eine Militärakademie in der Hügelstadt Büffelfurt. Sie steht auch interessierten Dritten offen. Wünschen Herr General Einsicht in die Akademie?

    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung

  • Wünschen Herr General einen Augenschein vor Ort in Büffelfurt zu nehmen? Dann würden wir den Kommandeur der Akademie über Ihr Eintreffen orientieren und einen Hubschrauber bereitstellen.


    Einsicht in die Akademieunterlagen steht Ihnen offen.


    Oberstleutnant im Generalstab des Schwarzen Hahns

    Abteilung Auslandaufklärung