An der Grenze...

  • An der Grenze zum sogenannten Schwarzhahnland steht ein Mann in khakifarbenen Safari-Klamotten neben einem geländegängigen Fahrzeug und blickt durch einen Feldstecher. Der Mann mit dem wettergegerbten Gesicht und dem graumelierten Haar mag in seinen 50ern sein. Was er hier in der Hitze Nericas will, ist unklar. Er könnte auf Großwildjagd sein, die herrliche Natur genießen - oder ganz andere Dinge im Sinn haben.

  • Alles, was ausserhalb der Hügelstädte des Schwarzen Hahns - in der sogenannten „Frontier“ - stattfindet, ist für diesen nur mässig interessant. Wo genau die Grenzen des Schwarzhahnlandes verlaufen, ist sowieso nur den wenigen Offizieren der Luftwaffe bekannt, die mit Drohnen oder in Leichtflugzeugen durch das Land patrouillieren. Sollten diese Offiziere hingegen einen Geländewagen im SHL entdecken, wäre dies ein Grund, sich den näher anzusehen. Ein Schwarzhahnist hat ausserhalb der Hügelstädte nichts verloren, weshalb es sich nur um einen Ausländer handeln könnte, der hier herumwildern oder spionieren will - also ein Angriffsziel.


    Weil das Land aber so gross ist, wäre es ein Zufall, einen einzelnen Geländewagen zu entdecken, umso mehr, wenn der Fahrer den Wagen geschickt zu tarnen weiss. Wovon man in Nerica eigentlich ausgehen darf.

  • Der Fremde weiß sich und seinen Wagen gut zu tarnen. In mehreren Etappen nähert er sich scheinbar ziellos einer der Hügelstädte und beobachtet dabei aufmerksam alle Bewegungen zwischen den Ansiedlungen des Schwarzen Hahns.

  • Viel mehr als höchstens einmal am Tag ein mit 40 km/h passierender Eisenbahnzug wird der Fremde nicht beobachten. Und was innerhalb der Hügelstädte passiert, da muss er schon um Einlass bitten wie weiland Mister Burton in Büffelfurt, um etwas mitzubekommen. Und einen guten Grund für sein Hiersein nennen können. Wobei die Männer des Schwarzen Hahns unkompliziert sind - wenn dem Vogt der Stadt (oder seiner Frau) der Fremde gefällt, ist Abwechslung an diesem gottverlassenen Ort immer willkommen.