Beiträge von Serge Muspillier

    Lässt den traditionellen Anisée bringen. Die schlanken Gläschen, die hierfür genutzt werden, sind dem Augenschein nach mindestens doppelt so groß wie typische Schnapsgläser. Das halbe Glas wird mit dem farblosen Anis-Likör gefüllt, dazu kommt eine Hälfte Wasser. Dadurch verfärbt sich die Flüssigkeit und wird milchig-trüb.


    A votre santé, Monsieur von Griessach...


    ... sagt Muspillier, als er sein Gläschen nimmt und zum Mund führt.

    Muspillier reicht die Genesungswünsche an den Grand-Maréchal weiterleiten und nimmt sich der militärpolitischen Anfrage an. Da eine vertiefte Zusammenarbeit auch in seinem Interesse liegt, lässt er sogleich eine Antwort aufsetzen und Richtung Nerica absenden, in der er davon spricht, die bestehende Kooperation zwischen la Valorie und dem Coq-Noir zu einem unverbrüchlichen "eisernen Pakt" auszuweiten.

    Ich denke, wir haben einen kritischen Punkt erreicht. Die Einbindung der sogenannten Volksrepublik in das kommunistische Blocksystem stabilisiert das Regime und bedroht zugleich das militärische Gleichgewicht in der Region. Sollte die Republik Daivan mit dem Wunsch an uns herantreten, valorische Truppen zur Abschreckung dauerhaft dort zu stationieren, so würde ich nicht zögern, diesem Wunsch zu entsprechen.

    Den Kommunisten ist alles zuzutrauen, mon Grand-Maréchal. Daher bin ich dankbar für alle Partner.

    Es versteht sich von selbst, dass unser Land trotzdem nur seine eigenen Interessen verfolgt.

    Ich erinnere mich an einen alten Spruch der Turanier, der mir in jungen Jahren auf der Offiziersschule begegnet ist: Der Feind meines Feindes ist mein Freund.

    Ja, das Empire ist eher liberal gesinnt, wenn auch zuletzt mit einigen autoritären Tendenzen. Aber: Im kommunistischen Nord-Daivan hat es denselben Feind wie wir.

    Cognaq – sehr gern.

    Unsere Unternehmungen in Daivan und Nerica laufen äußerst zufriedenstellend. Aktuell sind wir dabei, unsere Kontakte zum Empire de Grand-Moniquebergue zu vertiefen.


    Diese Frage lässt sich sehr kurz beantworten: Derzeit wünscht Valorien keine offiziellen diplomatische Beziehung mit uns. Allerdings konnte ich hinter den Kulissen immerhin erfahren, dass auch Pressaq offenbar an einer Deeskalation gelegen ist. Unter uns, Herr Minister: Valorien hat unter dem neuen starken Mann, Marschall Muspillier, andere außenpolitische Prioritäten als den Konflikt mit der Föderation. Muspillier will sein Land zu einem weltweiten Spieler machen.


    Im Büro von Wilmer Hoog trifft eine Nachricht aus Pressaq ein. Man hofft, dass der Sonderbeauftragte von Präsident Ribbenwald noch im Amt ist. In dem Schreiben wird die Bereitschaft der valorischen Militärregierung angedeutet, die "nachbarschaftlichen Beziehungen" zur Föderation neu zu regeln. Außenminister Back sei herzlich zu einer informellen Unterredung nach Pressaq eingeladen. Offenbar steht das Schreiben, das aus dem Büro von Maréchal Muspillier stammt, im Zusammenhang mit einer aktuellen politischen Kampagne in Valorien.