Sehr geehrte Damen und Herren,
ich eröffne die Landtagssitzung für das Jahr 2026. Erster und bisher einziger Tagesordnungspunkt ist weiterhin die Kanzlerwahl:
Gibt es weitere Anträge zur Tagesordnung?
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich eröffne die Landtagssitzung für das Jahr 2026. Erster und bisher einziger Tagesordnungspunkt ist weiterhin die Kanzlerwahl:
Gibt es weitere Anträge zur Tagesordnung?
Das scheint nicht der Fall zu sein.
Dann rufe ich den einzigen Tagesordnungspunkt, die Kanzlerwahl, auf und bitte erneut um Kandidaturen und Vorschläge.
Sehr geehrter Herr Präsident,
verzeihen Sie mir bitte meine Unverfrorenheit, wenn ich an dieser Stelle einfach und unabgesprochen den Vorschlag unterbreite, dass Sie sehr geehrter Herr Präsident für das Amt des Kanzlers kandidieren sollten. Sie sind nach meiner Einschätzung eine sehr gute Alternative zu mir, die sich in den letzten Amtszeiten wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie mit der Unterstützung einer Mehrheit der Mitglieder dieses Hauses rechnen können und, so Sie bereit und gewillt sind, das Amt zu übernehmen und das Votum des Hauses erhalten, eine Bereicherung für den Freistaat und seine Einwohner sein könnten.
Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn Sie dazu bereit wären.
Sehr geehrter Herr Präsident,
haben Sie sich meinen Vorschlag durch den Kopf gehen lassen und sind gar zu dem Ergebnis gekommen, dass das nicht der schlechteste Vorschlag ist? Oder sehen Sie keine Möglichkeit bzw. sind Sie nicht bereit, für das Amt des Kanzlers zu kandidieren? Ich würde das sehr schade finden, müsste und könnte das aber akzeptieren.
Sehr geehrte Frau Kanzlerin,
ich bin geehrt durch Ihren Vorschlag und weiß das sehr zu schätzen. Nach reiflicher Überlegung (
) bin ich aber zum Schluss gekommen, dass ich zum einen die bestehende Trennung zwischen Kanzler und Landtagspräsident für sinnvoll halte, und zum anderen meinen Platz weiterhin eher als Landtagspräsident sehe und glaube, dem Freistaat auf diese Weise besser dienen zu können. Ich würde es daher bevorzugen, wenn sich ein anderer Kandidat finden würde.
Darf ich eine Frage stellen, Herr Präsident?
Selbstverständlich.
Danke, Herr Präsident. Und danke für Ihre offenen Worte. Ich verstehe Sie voll und ganz.
Äh, nun zu meiner Frage - Frau Kanzlerin, stehen Sie denn für eine erneute Wahl grundsätzlich zur Verfügung?
Sehr geehrter Herr Präsident, Ihrer Argumentation bezüglich die Trennung der Ämter von Landtagspräsident und Kanzler stimme ich selbstverständlich zu. Die Übernahme der Kanzlerschaft, sollte nach meinem festen Dafürhalten grundsätzlich die Abgabe der Landtagspräsidentschaft bedingen, auch wenn eine Ämterdopplung wohl so nicht explizit gesetzlich ausgeschlossen ist. Und wenn Sie, Herr Präsident Ihren weiteren Fokus bei der politischen Arbeit eher in der Leitung unserer Legislative sehen, habe ich dafür vollstes Verständnis.
Bevor ich Ihre Frage beantworte, Herr Doktor Klebitz möchte ich meiner großen Freude Ausdruck verleihen, dass ich Sie hier wieder im Freistaat und im Speziellen im Landtag begrüßen kann. Nun zu Ihrer Frage: Ja, ich stehe grundsätzlich für eine erneute Wahl als Kanzlerin des Freistaats zur Verfügung. Ich möchte diese Kandidatur aber gern als "Notlösung" sehen, und zwar für den Fall, dass sich eben kein anderer gewillter und fähiger Kandidat findet. Daher auch erst einmal meine direkte Frage an Herrn Landtagspräsidenten Henriksson.
Da dieser leider nicht zur Verfügung steht, würde ich noch einmal in die Runde schauen, ob sich nicht doch noch ein anderer, und womöglich auch besser geeigneter Kandidat findet. Und da bleibt natürlich mein Blick auch an Ihnen hängen, lieber Herr Dr. Klebitz. Mit Ihrer Vita und Ihren Erfahrungen wären Sie in meinen Augen ein hervorragender Kandidat für das höchste Amt im Freistaat. Überlegern Sie es sich doch einfach mal.
Aber wie bereits gesagt: Wenn alle Stricke reißen, würde ich ein weiteres mal kandidieren.
Frau Kanzlerin, vielen herzlichen Dank für die warmen und offenen Worte. Ich bin Ihnen und allen anderen für die freundliche Aufnahme dankbar. ![]()
Tja nun...
Sie haben mich direkt gefragt, ich möchte direkt antworten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich als alte "Feuerwehr-Pflanze" der geeignete Kandidat bin und ich bringe sicher weit weniger mit als Sie beide, aber dennoch würde ich mich der Aufgabe stellen, vorbehaltlich der Unterstützung des Hauses.
Aber Herr Doktor Klebitz. eben Ihre Karriere als führender Feuerwehmann macht Sie in meinen Augen zum richtigen Mann für das Amt des Kanzlers. Sie haben den Blick für's Wesentliche, sind entscheidungsfreudig, dabei jedoch immer verantwortungsbewusst, sind ein Teamplayer und können aber auch ein Team führen und zusammenhalten. Und diese Eigenschaften, die Sie als Landesfeuerwehrdirektor bewiesen haben, sind beste Voraussetzungen für die neue Herausforderung. Und wenn ich hier im Hause so in die Runde schaue, denke ich mal, dass Sie sich der Unterstützung der großen Mehrheit des Hauses sicher sein können.
Oder sollte ich mich da grundsätzlich irren, meine Herren?
Ihre Bescheidenheit ehrt Sie, Herr Dr. Klebitz, aber selbst wenn Sie eine alte Feuerwehrpflanze sein mögen, sind Sie sind ja mit Sicherheit mehr als nur das. Wenn ich das so sagen darf, sind Sie in diesem Haus ja wahrlich kein Neuling, und selbst in dem Amt haben Sie Erfahrung. Die Frau Kanzlerin hat ganz recht, dass auch ich Ihre Kandidatur unterstützen würde.