Beiträge von Simonetta Schneider-Leuthard
-
-
-
Verkäufer
Aber gerne, Signur.
Wie viele soll ich Euch einpacken? -
Der Verkäufer runzelt die Stirn...dann löst sich sein Gesicht mit einem strahlenden Lächeln.
Verkäufer
Oh, Ihr sprecht kein Ascaaronisch. Tut mir leid.
Willkommen in Naz.
Schüttelbrote könnt Ihr gerne bekommen...und andere herzhafte Sachen.
Sonst kann ich noch Naturnser Gerstensuppe, Glurnser Fleischtorte, Kalbsspieße und Kartoffelküchlein anbieten.
Am besten Ihr versucht alles nacheinander.
Bei meiner holden Gattin nebenan gibt es was für den süßen Gaumen.
SimOff
Musste ich selbst nochmal übersetzen lassen. Hatte vergessen was ich geschrieben hab.

-
Ein Mann mittleren Alters, mit kurzen, weiß-grauen Haaren steht strahlend lächelnd hinter dem Imbissstand.
Verkäufer
Ciao ensemen. 😊 Tge poss jau offrir a vus? Qua datti plitost quai ch’è salà.
Tar mia dunna speravia insatge per il gulaivel. -
Auf dem Landsgemeindeplatz singt der Heimatchor Naz, begleitet vom Bezirksorchester Berino.
Auf der Festwiese auf dem Kirschberg gibt es ein Frühschoppen mit Live-Musik sowie ein Kulturprogramm der Vereine.
-
Naz füllt sich so langsam. Denn nicht nur die Bürger sind auf den Beinen.
Auf dem Landsgemeindeplatz steht eine Bühne.
Gerade tritt eine Gruppe mit mittelalterlich aussehenden "Kostümen" auf.
Einer der Teilnehmer stellt die sog. LARP-Gruppe vor. Sie tragen demnach nicht nur Kostüme. Sie stellen möglichst authentisch Personen und deren Leben in dieser Epoche nach. Vom Handwerker und Bauern, bis zum niederen Adel und Militär. Die Teilnehmer stellen ihre dargestellte Rolle, ihre Kleidung bishin zum Alltag vor selbst vor.
Am Rüttigarten, in der Nähe der Pension "Bellevue" haben sie ihr Lager aufgeschlagen. Dort zeigen sie ihr alltägliches Leben, Handwerke, es finden aber auch Lesungen und Schaukämpfe statt. -
-
Die ersten Vereine und Unternehmen bauen fleißig Ihre Stände, Buden usw. auf.
Die Feuerwehr sorgt für Strom und Wasser. Die ersten Straßen und Plätze werden geschmückt. Die Anwohner ziehen an ihren Häusern nach.SimOff
Ihr seid herzlich eingeladen. Ich weiß auch noch nicht wo es hingeht. Aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

-
Geschäftiges Treiben in Naz.
Das Sommerfest wird vorbereitet.
-
Während der Tage um das Pfingstfest findet alljährlich ein besonders starker Zustrom von Touristen, Kurzurlaubern und Ausflüglern statt.
Auch dieses Jahr lockt das schon fast sommerliche Wetter allerhand Besucher in die Gemeinde Naz, in deren Dörfer, Siedlungen und Höfe. Die Bevölkerung der Gemeinde hat sich beinahe verdoppelt - der gelassenen Offenheit und herzlichen Gastfreundschaft der Einwohner tut das allerdings keinen Abbruch.
Währenddessen...
...Familie Schneider-Leuthard bereitet sich für die Messfeier vor.
Wie immer spät dran...

ruft:
Beeilt Euch!leiser:
Bitte... -
Ruft im Weingut an. Es klingelt.
-
Überhaupt nicht.
Dann lernen Sie gleich unsere kleine basisdemokratische Bürgergemeinde kennen.Schauen wir mal, wer sie nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Wahl als Gemeindepräsidentin begrüßt.

Lacht.
Sie haben Glück, wir sind nach der Wahl fast am Ende. Bitte nehmen Sie doch hier in unserer Mitte Platz.
Ich würde Sie aber erst nach der Stimmabgabe ankündigen, um keine Unruhe in die Wahlhandlung zu bringen.
Ist das für Sie in Ordnung?

-
Ordner
Geht voran und bahnt einen schmalen Weg durch die Menge. In eine große Halle mit vielen Stühlen und augenscheinlich noch mehr Menschen.
Davor eine Bühne. Doch darauf scheint niemand zu stehen oder zu sitzen.
Die Bürger stehen dicht an dicht. Es wird geplaudert, gelacht, manchmal auch diskutiert. Man kann erkennen, wie sich ein Strom von Menschen langsam aber stetig in Richtung der Bühne bewegt.
Als sie näher kommen, sieht man mehrere sitzende und stehende Personen in Blickrichtung zum Publikum. Am Rand stehen zwei Tische, davor drei Wahlurnen. In eine Wahlurne werfen die Bürger gerade Stimmzettel eingeworfen.
Der Ordner geht zu Simonetta und flüstert ihr was ins Ohr.
Lächelt und streicht dem jungen Mann kurz über den Oberarm.
Ach Gion, das ist doch nicht schlimm, das passiert ... beim nächsten Mal erkennst Du ihn bestimmt schneller.

Du machst das super, Ihr alle. Wieder gut, hmm? Na komm ...

Geht auf Giansauna zu.
Signur Giansauna ... Das ist eine schöne Überraschung. Jetzt sind sie mitten dabei, in unserer Gemeinde!
Hoffe, Sie hatten eine gute Fahrt? -
Ordner
Oh Jesses Maria...

Das ist mir so unangenehm peinlich. Bitte entschuldigen Sie, Signur.
Na klar dürfen Sie rein. Wenn es okay ist, würd' ich Sie zur Gemeindepräsidentin begleiten ... nicht so einfach durchzukommen.
Winkt seinem Kollegen und ruft:
Basti, machst Du mal weiter hier, bitte! Ich bring' Signur Giansauna zum Podium.
-
Ordner
Na wegen der Gemeindever...
...hmm...
Hat Ihnen eigentlich schon mal jemand gesagt, dass Sie aussehen wie Signur Giansauna?

-
Die ersten Geschäfte sind vorbei.
Die beiden anderen Kandidaten zur Wahl der Gemeindepräsidentin/des Gemeindepräsidenten stellen sich nochmal kurz vor.
Währenddessen steht Simonetta daneben, lächelt und wippt leicht nervös auf und ab.
Ordner
Ein Ordner der Gemeinde nähert sich den Wagen, in der Annahme, es handele sich um Nachzügler zur Versammlung.
Bun dí. Schön, dass Ihr es noch geschafft habt. Brauche nur die Einladungen oder Ausweise.

Den hab ich schon mal gesehen...

-
SimOff
Würde einfach hier so weitermachen, als wäre keine weitere Zeit vergangen, wenn das kein Problem ist?
-
Der Platz vor dem Rathaus ist voller Menschen.
-
Herbstabend in Naz. Es ist jahreszeitlich feucht und kühl.
Die Straßen und Gassen sind leer. Hier und da huscht noch ein Bewohner warm angezogen durch den Ort und verschwindet in einem der hell und warm beleuchteten Häusern.
So auch das Haus von Familie Schneider-Leuthard.
Es klingelt an der Tür.
Reto Schneider-Leuthard, der Ehemann von Simonetta, öffnet die Tür und empfängt den Besucher herzlich.
Im Haus sind spielende Kinder und Musik zu hören.
Reto Schneider-Leuthard
Rudi! Schön, dass Du da bist.

Komm' rein, komm' rein! Du holst Dir bei dem Wetter noch was weg.
Darf ich Dir gleich den Mantel abnehmen?

Rudi
Grüß Dich, Reto.
Danke ... es ist wirklich ungemütlich draußen.
Reicht Reto die Garderobe.
Zieht die Schuhe aus und stellt sie neben die Garderobe.
Zwei Jungs rennen über den Flur, in Richtung der Treppe. Grüßen Rudi im Vorbeilaufen und verschwinden so schnell, wie sie aufgetaucht sind. Kurz dahinter folgt der Hund.
Rudi
zu Reto: Volles Haus bei Euch.

Reto Schneider-Leuthard
Wem sagst Du das ...
Solange sie das Haus nicht anbrennen ... 
Apropos anbrennen: Simi ist im Büro unterm Dach. Sie sagt, sie kommt irgendwie nicht in das System der Gemeinde. Der VPN-Tunnel lässt sich nicht aufbauen.
Vielleicht kriegst Du das ja hin?
Rudi
Samstagabend arbeiten hmm?
Reto Schneider-Leuthard
Du weißt ja wie sie ist. Sie ist nervös wegen der Gemeindeversammlung und der Wahl morgen. Wie jedes Mal.

Ach, Du bleibst doch noch zum Abendessen, oder?
Rudi
Reto, wir ... also ...

Reto Schneider-Leuthard
Rudi, Deiner Frau hab ich schon geschrieben. Die ist schon auf dem Weg.

Und beeilt Euch da oben, sonst sitzt Ihr nachts noch!

Nach dem Essen läuft das Spiel im TV.
Rudi
Dann beeile ich mich.

Geht die Treppe rauf und verschwindet im Dachgeschoss.
Reto deckt den großen Esstisch ein.