Beiträge von Der Schwarze Hahn

    Ein Offizier nimmt die Anmeldung entgegen und führt den angehenden Militärschüler in ein grosses Büro.


    Willkommen im Land des Schwarzen Hahns, Leutnant Manopakom. Ich bin Oberleutnant a Marca. Sie werden bei nächster Gelegenheit mit einem Hubschrauber in die Hügelstadt Büffelfurt geflogen. Dort angekommen, werden Sie sich nach Büffelfurt-5 begeben und im Auditorium der Militärschule bei Herrn Oberstdivisionär de Toroge, dem Kommandeur, melden.


    Sie wurden als Militärschüler erfasst und haben nun Zugriff auf den Unterrichtsstoff. Ich schlage vor, Sie machen sich mit dem Stoff vertraut, während Sie auf ihren Flug warten. Sie können sich in Rastowin frei bewegen, aber lassen Sie bitte eine Handynummer hier, damit wir Sie kontaktieren können, wenn der Hubschrauber bereitsteht.


    Haben Sie noch Fragen, Leutnant?

    Etwas ausserhalb des Flughafens treffen die ersten Teile des mobilgemachten Schwarzhahn-Freiwilligen-Infanterie-Regiments Nr. 7 „Rapax“ ein. Die Männer betreiben eine Refresher-Ausbildung an Waffen und Gerät und machen sich bereit für einen Einsatz in den Tropen. Bereits in ein paar Tagen sollen schwere Transportmaschinen einer befreundeten Macht ankommen und die Männer direkt ins Einsatzgebiet fliegen. Das Jägerbataillon 25 übt intensiv den Handstreich auf einen Flugplatz. Immer wieder rennen die Männer aus mehreren bereitgestellten Transportmaschinen und stürmen einen nachgebauten Flugplatz. In Kürze wird der Regimentskommandeur das Bataillon inspizieren und seinem gestrengen Blick entgeht erfahrungsgemäss auch nicht der kleinste Fehler. Die Männer fürchten ihren Oberst mehr als den Feind.


    Griessach steigt mit den valorischen Offizieren in einen wartenden Transporthubschrauber des Schwarzen Hahns, der direkt ins Hauptquartier nach Blumenquell fliegt.


    Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass man nach Osten fliegt. Bald zeigt sich unten ein grosser Fluss, dann nur noch endlose Savanne. Der Hubschrauberpilot fliegt entlang einer einspurigen Eisenbahnlinie, neben der eine schmale asphaltierte Strasse verläuft. Es ist offensichtlich, dass die Eisenbahnlinie dem Piloten die Richtung anzeigt.


    Nach einiger Zeit nähert sich der Hubschrauber einem Komplex aus sieben Hügelstädten: eine davon ist in der Mitte, die anderen sechs kreisförmig darum herum. Der Hubschrauber steuert einen Landeplatz im Kreisinnern an und landet.

    Die Ordonnanz des Herrn Oberst - nachdem sie kurz in einem Zimmer verschwunden ist - tritt an den Korporal und Mr. Burton ...



    Der Herr Oberst und seine Frau lassen bitten!


    ... und geleitet die beiden in den Salon.



    Madame, Herr Oberst! Mister Burton!

    Der Korporal geht mit dem Grosswildjäger über den Fussgängersteg und durch ein kleines Tor ins Innere der Stadt. Dort nimmt der Korporal ein kleines Elektrofahrzeug und fährt mit seinem Gast zuerst rund 500 m durch eine Gartenlandschaft. Dann kommen sie in die eigentliche Stadt. Die Gartenstrasse, auf die sie jetzt einschwenken, ist von buntem Leben und Geschäftigkeit erfüllt. Unter Arkaden reiht sich Schaufenster an Schaufenster, Laden an Laden. Auf einem kleinen Platz mit einer efeuumrankten Laterne halten Marktfrauen frisches Gemüse, Früchte und Blumen feil, aus einer Bäckerei dringt ein angenehmer Duft und überhaupt könnte der Kontrast zur Savanne nicht grösser sein.


    Der Korporal stellt das Fahrzeug ab und meint, dass sie den Weg nun zu fuss fortsetzen müssen; die Strassen gehören in den Hügelstädten den Menschen, nicht den Autos. Die zwei folgen nicht der sich spiralförmig um die Stadt windenden Strasse, sondern nehmen schmale Treppengässchen, um auf die vierte und oberste Häuserreihe zu gelangen.


    Die oberste Häuserreihe nennen wir auch die Burg. Die industriellen Arbeitsplätze sind übrigens im Innern des Hügels.Wir sind gleich beim Vogt dieser Stadt, Herrn Oberst von Elgger.


    Der Korporal läutet bei einem stattlichen Haus, tritt ein und meldet dem Uniformierten im Vorzimmer den Gast an.


    Mister Burton für den Herrn Oberst!

    Der Korporal nickt kurz, nimmt dann ein Telefon aus seiner Gürteltasche und führt ein kurzes Gespräch. Nach wenigen Minuten wird ein schmaler Fussgängersteg links der grossen Zugbrücke heruntergelassen. Der Korporal spricht kurz mit dem zweiten Mann der Brückenwache und wendet sich dann wieder an den Gast.



    Mister Barton, ich werde Sie zu Oberst von Elgger begleiten. Wir gehen über den Fussgängersteg. Ihr Fahrzeug muss draussen bleiben, ebenso allfällige Waffen. Bitte deponieren Sie diese im Auto und folgen mir dann.

    Der Korporal macht einen erstaunten Eindruck.



    Keine Ahnung, ob der Zwölferrat aktuell überhaupt zusammentritt, Mister Burton, aber ohne Empfehlung eines ranghohen Mitglieds des Schwarzen Hahns bekommen Sie dort keine Audienz. Soll ich Sie zum Vogt dieser Stadt führen? Oberst von Elgger ist auch Kommandeur des Linieninfanterieregiments Nr. 7 „Rapax“ und ein hoch dekorierter Veteran des Stralienfeldzugs. Vielleicht kann er Ihnen eine Audienz beim Zwölferrat verschaffen. Soll ich Sie anmelden, Mister?

    Beim Brückenturm öffnet sich eine Türe und ein junger Soldat in Khakiuniform tritt ins Freie auf den Fahrer zu.



    Guten Tag, ich bin Korporal Marca, Brückenwache Büffelfurt. Wünschen Sie Zutritt zur Stadt? Sie wurden mir nicht angemeldet.